Die Halbwaisenrente erhält man nach dem Tod eines Elternteils, nach dem Verlust beider Elternteile erhält man die Vollwaisenrente. Berechtigt für den Erhalt sind leibliche Kinder, Stiefkinder und Pflegekinder, die in den Haushalt der/des Verstorbenen aufgenommen waren und Enkel und Geschwister, die in den Haushalt der/des Verstorbenen aufgenommen waren oder von ihr bzw. ihm überwiegend unterhalten wurden. Allerdings muss von der/dem Verstorbenen die allgemeine Wartezeit von 5 Jahren erfüllt werden. Auf diese sind Beitragszeiten (Pflicht- und freiwillige Beiträge), Kindererziehungszeiten, Zeiten aus dem Versorgungsausgleich und dem Rentensplitting unter Ehegatten, Zeiten aus Zuschlägen an Entgeltpunkten für Arbeitsentgelt aus geringfügiger versicherungsfreier Beschäftigung und Ersatzzeiten (z. B. Kriegsdienst, Kriegsdienstgefangenschaft) anzurechnen.


 

 

 

Auch gezahlt wird die Waisenrente, wenn die Wartezeit noch nicht erfüllt ist, zum Beispiel bei Tod des oder der Versicherten infolge eines Arbeitsunfalls oder einer Wehrdienstbeschädigung bzw. Zivildienstbeschädigung. Dann genügt bereits ein Pflichtbeitrag.

Wovor sollen Arbeitsschuhe schützen?

Auch für Berufsanfänger gilt die Wartezeit als erfüllt, also für alle Versicherten, die vor Ablauf von 6 Jahren nach Beendigung einer Ausbildung gestorben sind und die in den letzten 2 Jahren vorher mindestens 1 Jahr mit Pflichtbeiträgen belegt haben. Bis zu 7 Jahre verlängert sich der 2-jährige Zeitraum vor Eintritt des Todes um Zeiten einer schulischen Ausbildung nach Vollendung des 17. Lebensjahres.

Normalerweise wird die Waisenrente bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres gezahlt, längstens aber bis zur Vollendung des 27. Lebensjahres bei Schulausbildung oder Berufsausbildung, Ableistung eines freiwilligen sozialen oder eines freiwilligen ökologischen Jahres oder Behinderung sofern bestimmte Einkommensgrenzen nicht überzogen werden.

[mehr zur Rentenzahlung]

Welche Kriterien sollte man beachten?

Der Rentenbeginn findet mit dem Todestag des Verstorbenen statt, es sei den er hat selbst Rente erhalten oder die Rente wurde zu spät beantragt.

Ist das Elternteil z. B am 15. April verstorben und die Rente wurde am 20. Mai beantragt, so beginnt die Rente am 15. April. In dem Falle, dass der verstorbene Versicherte selbst Rente bezog, beginnt die Voll- bzw. Halbwaisenrente mit Ablauf des Sterbemonats.

Die Rente würde also nicht wie oben beschrieben am 15. April beginnen, sondern am 1.Mai. Wird die Rente verspätet beantragt, so wird sie für höchstens 12 Kalendermonate rückwirkend erstattet.

[mehr zu Rentenbescheid & Beginn]

 

Sicheres Schuhwerk - Sichere Arbeit

Das Einkommen wird auf die Halb- bzw. Vollwaisenrente angerechnet und man bekommt sie nach dem vollendeten 18. Lebensjahr. Es gibt aber einen freien Betrag, zu 40 % wird der übersteigende Betrag auf die Waisenrente angerechnet.

[weitere Infos]

Gesetzliche Grundlagen

Die Höhe der Halbwaisenrente beträgt 10 %, die der Vollwaisenrente 20 %, wenn ein Anspruch besteht, gemessen an der Höhe der Rente wegen voller Erwerbsminderung des Versicherten. Aus den rentenrechtlichen Zeiten des Verstorbenen errechnet sich ein Zuschlag, der zu den Waisenrenten geleistet wird.

Die Zahlungsart der Rente ist stets unbar. Der Zahlbetrag wird vom Rentenversicherungsträger auf ein bestimmbares Konto eines Geldinstitutes überwiesen. Ein deutsches Bankkonto sind also Vorraussetzung.

[weitere Infos]